Aktuelle Pressemeldungen

Frühjahrsmesse "Ausblick 19" – Landkreis bleibt Kooperationspartner

Bei der nächsten Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" behalten vom 29. bis 31. März (oben v.r.) die beiden WFV-Vorsitzenden Gerhard Schuster und Markus Renaltner sowie Beirat Günther Wagner zusammen mit (vorne v.l.) Ausstellungsmanager Martin Eichlsede
Bei der nächsten Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" behalten vom 29. bis 31. März (oben v.r.) die beiden WFV-Vorsitzenden Gerhard Schuster und Markus Renaltner sowie Beirat Günther Wagner zusammen mit (vorne v.l.) Ausstellungsmanager Martin Eichlsede

 

Ruhstorfer Ausstellung vom 29. bis 31. März – Arbeitstitel "Regional und Digital"

 

Klares Bekenntnis für die Rottaler Marktgemeinde: "Mit dem Landkreis als Kooperationspartner bleibt die Ruhstorfer Frühjahrsmesse Ausblick 19 weiterhin eine breit gefächerte Leistungsschau für Handel, Handwerk und Gewerbe des Passauer Landes", verkündete Landrat Franz Meyer gegenüber Vorstandsmitgliedern des gastgebenden Ruhstorfer Wirtschaftsförderungsvereins (WFV) einen Schulterschluss für die Verbraucherausstellung rund um die Niederbayernhalle.

"Vorbehaltlich eines notwendigen Kreisausschuss-Votums", stellte der Landrat der Ruhstorfer Leistungsschau vom 29. bis 31. März gegenüber WFV-Vorsitzendem Gerhard Schuster sowie Messemanager Martin Eichlseder einen stattlichen Landkreiszuschuss in Aussicht. Denn: "Ruhstorf spiegelt nicht nur durch namhafte Hightech- und Industriebetriebe plus innovativer Forschungsstätten , sondern auch als langjährig bewährter Messestandort die Leistungskraft des Passauer Landes wider", begründete Franz Meyer den unverändert beibehaltenen "Leistungsschau-Status" auch für kommendes Frühjahr.

Bereits für den Ausstellungsauftakt am Freitag, 29. März, kündigte der Landrat einen weiteren Unternehmer-Tag unter Federführung der "Wirtschaftsinitiative Go Passau von Stadt und Landkreis" in WFV-Kooperation mit den Kammern und Wirtschaftsjunioren an. Auf Landkreisseite organisatorisch betreut durch Heidi Taubeneder, bildeten "außergewöhnliche Unternehmen mit außergewöhnlichen Ideen" einen thematischen Schwerpunkt für Moderatorin Dr. Ursula Diepolder, Regional-Managerin des LEADER-Programms.

Unter der Regie von Kulturreferent Christian Eberle werden darüber hinaus Kreativ-Schaffende verschiedenster Kunstrichtungen aus dem ganzen Passauer Land beim "Kunst- und Künstlertreff" am Samstag, 30. März, ab 10 Uhr ihre Werke zeigen.

"Die einstige Ruhstorfer Herbstschau und heutige Frühjahrsausstellung steht seit ihrer Premiere vor gut drei Jahrzehnten für meisterhafte handwerkliche Tradition plus fortwährende technische Innovation", brachte WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster ein "bewährtes Messe-Grundkonzept" auf den Punkt. Dabei komme auch der Umweltschutzgedanke nicht zu kurz. So lege die WFV-Spitze bei der "Ausblick 19" ihren Weitblick ganz gezielt auf nachwachsende Rohstoffe.

Als Eröffnungs-Renner seit 1987 betrachtete Programmkoordinatorin Andrea Schuster den althergebrachten "Freitagvormittag der Ausbildung" für sämtliche Oberstufenklassen von den Förder- über die Mittel- und Realschulen bis hin zu den Gymnasien. Noch vor dem Messerummel am Wochenende finde erfahrungsgemäß auch der Ausstellungsbummel von Senioren am Freitagnachmittag regen Anklang. Für den "großen Freundeskreis humorvoll-satirischer Unterhaltung" kündigte Martin Eichlseder schließlich bereits am Donnerstag, 28. März, ein Kabarett mit dem "boarischen Gruambuam" Stefan Kröll an.

Quelle: PNP vom 17.11.2018 von Hans Nöbauer

 


Aus der Weltklasse gefallen – und wieder aufgestanden

In ihrem WFV-Vortrag zum Thema "Aufstehen oder Liegenbleiben" erzählte die ehemalige Skirennläuferin Michaela Gerg (vorne M.) zahlreichen Zuhörern im proppenvollen Präsentationsraum des Autohauses Schuster.
In ihrem WFV-Vortrag zum Thema "Aufstehen oder Liegenbleiben" erzählte die ehemalige Skirennläuferin Michaela Gerg (vorne M.) zahlreichen Zuhörern im proppenvollen Präsentationsraum des Autohauses Schuster.

Skiweltcup-Siegerin Michaela Gerg skizziert beim Wirtschaftsförderungsverein ihr bewegtes Rennsport-Leben – Heute ist sie selbst Unternehmerin

"Vier Olympia-Teilnahmen und insgesamt 41 Stockerlplätze bei hunderten Weltcup- und Weltmeisterschaftsrennen: Michaela Gerg zählt zu den erfolgreichsten deutschen Skirennläuferinnen aller Zeiten", präsentierte Kfz-Großhändler Gerhard Schuster als Vorsitzender des gastgebenden Ruhstorfer Wirtschaftsförderungsvereins (WFV) nahezu 200 Zuhörern im eigenen Ausstellungsraum eine "Spitzenathletin, die auch herbe Niederlagen und persönliche Schicksalsschläge gemeistert" habe.
Bereits mit 15 Jahrenim Nationalteam"Unglaublich aufregend, spannend und turbulent: Vom Start weg auf einem Paar Ski Richtung Ziel hinabgestürzt, durch den rot-blauen Fahnenwald geschossen und rund 200 Top-Zehn-Platzierungen erreicht, mitunter aber auch nach katastrophalen Fangzaun- und harten Pistenlandungen nicht mehr ganz heil unten angekommen." So bündelte Michaela Gerg ihr bewegtes Sportlerleben. Dabei habe sie aber auch wertvolle Erfahrungen hinsichtlich Fairness, Toleranz und Konkurrenz gesammelt, die ihr bei der heutigen Unternehmensführung als Skischulleiterin mit 60 Lehrkräften zu Gute kämen.
An Opas Lenggrieser Skilift bereits mit fünf Jahren auf zwei Brettln unterwegs, beschloss die Drittklässlerin Michaela sehr zum Gelächter ihrer Mitschüler, "eines Tages an Olympischen Winterspielen teilzunehmen". Und ihr fester Wille wurde Programm. Schon als elfjährige bayerische Schülermeisterin, zählte der spätere Teenager bereits mit 15 Jahren als jüngste Läuferin überhaupt zum deutschen Damenski-Nationalteam. Bei ihrer Abfahrtslauf-Premiere in Val d’Isere kam sie mit der letzten Startnummer 60 immerhin schon auf den 20. Platz.
Mut, Kraft und Entschlossenheit betrachtete die vierfache Weltcupsiegerin auf dem WFV-Podium zugleich auch als tragende Unternehmertugenden. "Mit sturem Kopf geht in Wirtschaft wie Sport gar nichts: Für konkret anvisierte Ziele muss die Motivation von innen heraus kommen", stellte die ehemalige Rennläuferin ihren Abfahrtssieg in Val d’Isere den "verkorksten Calgary-Starts mit verkrampftem Magengefühl gegenüber, wo letztlich zwei hundertstel Sekunden für eine sehnlichst erhoffte Riesenslalom-Olympiamedaille gefehlt" hätten.
"Dann die Kehrseite des Weltcupruhms: Absturz in die zweitklassige Europaliga, schwere Kniekapselverletzungen mit harter Knochenarbeit bis zum Aufstehen nach dem Hinfallen: Große Sport- wie Wirtschaftserfolge basieren auf dem Weg der kleinen Schritte", zog Michaela Gerg Bilanz. Für die Gäste gab es obendrein ein Funktionstraining in einmütiger Abfahrtshocke.
"WM-Bronzemedaillerentiert sich kaum""Eine WM-Bronzemedaille rechnet sich finanziell kaum. Der Skileistungszirkus honoriert in aller Regel nur die Spitzenplätze", beleuchtete Weltcupsiegerin Gerg die "Frage ihres Auskommens mit dem Einkommen, das größtenteils aus Sponsorenverträgen resultiert" hätte. Unter diesem sportlich-finanziellen Aspekt ließ Michael Gerg nach der Geburt ihres heute 21-jährigen Sohnes den "diagnostizierten Schilddrüsenkrebs mit schwierigem medizinischen Eingriff und glücklichem Heilungsverlauf als größtem persönlichen Rückschlag Revue" passieren.
Mittlerweile diplomierte "Feng-Shui-Beraterin", seit zehn Jahren Skischulbetreiberin und neuerdings auch "Vortragsreisende über die Licht- und Schattenseiten des Leistungssports", machte Michaela Gerg zuletzt auch dem "WFV-Auditorium Mut, richtig definierte Ziele zu realisieren, Stärken zu optimieren, um trotz Rückschlägen wieder aufzustehen statt liegenzubleiben".
Auf eine PNP-Nachfrage hinsichtlich der Relevanz von eingeblendeten Zwischenzeiten am Bildschirm für den jeweiligen Rennläufer auf der Strecke meinte Michaela Gerg nur nüchtern: "Da weißt du auf der Piste gar nichts, außer dass kleinere Fehler meist auf hohem Tempo basieren. Und wenn im Ziel die Eins aufleuchtet, reißt du d’Arm in d’Höh und schreist Juhu über den Weltcupsieg – außer eine hinter dir fährt noch a bisserl schneller".

Quelle: PNP.de vom 17.10.2018 von Hans Nöbauer; Fotos: Hans Nöbauer