Aktuelle Pressemeldungen

Käfer-Schwarm über Ruhstorf

Origineller Käfer- und Bulli-Treff am Samstag, 30. März, auf der Ruhstorfer Frühjahrsmesse: Von rechts WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster, Thomas Gimpl, Andrea Schuster mit Töchterchen Senta (vorne), Günter Wagner, Andreas und Birgit Jetzinger, Robert Karl
Origineller Käfer- und Bulli-Treff am Samstag, 30. März, auf der Ruhstorfer Frühjahrsmesse: Von rechts WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster, Thomas Gimpl, Andrea Schuster mit Töchterchen Senta (vorne), Günter Wagner, Andreas und Birgit Jetzinger, Robert Karl

Historik-Treff von VW-Oldtimern zur Frühjahrsmesse am 30. März im Markt

Schwirrende Mai-Käfer sind rar geworden, werden in Fauna und Flora aber kaum vermisst. Liebevoll gepflegte "Blech-Käfer" aus der Nachkriegsära sind ebenfalls rar, dafür aber umso beliebter. Ein ganzer Schwarm solcher historischer VW-Käfer fliegt am 30. März auf der Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" in der Marktgemeinde ein.

Zur großen Fangemeinde historischer VW-Käfer bzw. rustikaler Bundeswehr-Kübelwagen, schnittiger Karman-Ghia-Cabrios oder robuster T1- bis T3-Busse aus der Mitte des letzten Jahrhunderts zählt seit geraumer Zeit auch der Sulzbacher Andreas Jetzinger – seines Zeichens stolzer Besitzer eines türkisfarbenen "T1-Bulli" (Baujahr 1964) als Kalifornia-Heimkehrer im Karosserie-Originalzustand – allerdings mit komplett neuer Technik und renovierter Innenausstattung.

Zur Ruhstorfer Frühjahrsmesse werden gleich mehrere Dutzend VW-Oldtimer erwartet, die noch lange nicht zum alten Eisen zählen, sondern größtenteils originalgetreu restauriert, mintgrün oder karbidrot im erhofften Sonnenlicht glänzen und sich damit ihr H-Kennzeichen für "historisch" auf dem Nummern-Schild redlich verdienten. Die Redensart vom "tollen Käfer" gilt im reichlich vertretenen Bewundererkreis keineswegs als Anmache für flotte Bienen, sondern ausschließlich dem Original im historischen Design.

"Leidenschaftliche Käfer-Liebhaber sind praktisch das ganze Jahr über auf Oldtimertreffs und Historik-Teilmärkten unterwegs", beschreibt Andreas Jetzinger während eines Treffens mit den "Machern" des Wirtschaftsfördervereins (WFV) Gerhard Schuster, Markus Renaltner, Thomas Gimpl, Günter Wagner und Robert Karlstetter die "Freizeit-Gepflogenheiten der echten VW-Fans". Rund 21 Millionen Käfer liefen bis zur Produktionseinstellung vor fast eineinhalb Jahrzehnten vom Band. Für ihn kam der deutlich teurere New Beetle als Cabrio oder Coupé aus Pueblo in Mexiko. "Es gibt Auto-Formen, die man nicht verbessern kann", sagt Jetzinger. Der Beetle konnte den Käfer nicht ersetzen.

"Vom werksinternen Platten- (um 1940) zum späteren Kleinbus-, Kasten- und Pritschenwagen (ab 1950): Die geläufige Bulli-Kurzform als einstmalige Wortschöpfung aus Bus und Lieferwagen oder möglicherweise auch die symbolträchtige Wortschöpfung für bulliges Mehrzweckfahrzeug besitzen heutzutage längst Kult-Status", glauben die beiden Programmkoordinatoren Andrea Schuster und Martin Eichlseder an die Zugkraft der Käfer- und Bulli-Schau. Sämtliche Modell-Varianten werden am Messe-Samstag im Rahmen eines Ruhstorfer Marktkorsos gegen 11.30 Uhr auf dem Schulbusparkplatz der Badstraße präsentiert.

Origineller Käfer- und Bulli-Treff am Samstag, 30. März, auf der Ruhstorfer Frühjahrsmesse: Von rechts WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster, Thomas Gimpl, Andrea Schuster mit Töchterchen Senta (vorne), Günter Wagner, Andreas und Birgit Jetzinger, Robert Karl Anmeldungen bzw. Infos dazu unter Origineller Käfer- und Bulli-Treff am Samstag, 30. März, auf der Ruhstorfer Frühjahrsmesse: Von rechts WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster, Thomas Gimpl, Andrea Schuster mit Töchterchen Senta (vorne), Günter Wagner, Andreas und Birgit Jetzinger, Robert Karl 0151/1173086 bis 27. März bei Andrea Schuster (e-mail: andrea-schuster@ausblick-passauer-land.de).

Quelle: PNP vom 7.3.2019 von Hans Nöbauer

 


Ein Zelt für die ILE – da sagt Bad Füssing nicht nein

Bei der "Ausblick 19" wird sich die ILE an Rott und Inn mit einem eigenen Stand präsentieren. Der neu konzipierte Radlweg der ILE-Mitgliedsgemeinden soll auf der Messe in Ruhstorf einem breiten Publikum aus der Region vorgestellt werden.

Nun geht es darum, dass jede der Kommunen die Beteiligung an den Standkosten absegnet, auch der Bad Füssinger Haupt- und Finanzausschuss hatte sich am Mittwoch damit zu beschäftigen. Die Stadt Pocking, die heuer ebenso wie Ruhstorf auf eine eigene Präsenz auf der Messe verzichtet, hat der ILE ihren Stand angeboten, 945 Euro würde das jede ILE-Gemeinden kosten. Allerdings hat der Zusammenschluss angedacht, die Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen und gleich ein Pagodenzelt anzuschaffen – für 1114 Euro pro Mitglied. Nicht, weil es eventuell in die Niederbayernhalle hineintropfen könnte, wie die Ausschussmitglieder amüsiert betonten. Sondern um auch für künftige Freiluft-Veranstaltungen gerüstet zu sein.

Bei den Kosten sei "alles dabei" – das Zelt an sich, Standgebühr, Verpflegung, Aufmachung und dergleichen, erläuterte Geschäftsleiter Erwin Freudenstein. So stimmte der Haupt- und Finanzausschuss einmütig dafür, sich an den Kosten für das Zelt zu beteiligen.

Quelle: PNP vom 2.3.2019


"Ausblick 19" zeigt "Einsteins der Region"

Die ganze "Lifestyle-Welt" des Bauens und Wohnens beleuchtet vom 29. bis 31. März die Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" als offizielle Leistungsschau des Passauer Landes. In einem Vorbereitungsgespräch trafen (v.r.) WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster
Die ganze "Lifestyle-Welt" des Bauens und Wohnens beleuchtet vom 29. bis 31. März die Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" als offizielle Leistungsschau des Passauer Landes. In einem Vorbereitungsgespräch trafen (v.r.) WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster

Vom 29. bis 31. März Messe in Ruhstorf : Auftakt mit Unternehmer-Abend – Tags darauf Kunst- und Künstlertreff

Tradition mit Innovation: Dieser Grundsatz ist für den gastgebenden Wirtschaftsförderungsverein (WFV) schon seit über drei Jahrzehnten das Erfolgsrezept bei der früheren Ruhstorfer Herbst- und neuerdings Frühjahrsausstellung. Zur Welt des Bauens, Wohnens, Berufs- und Freizeitlebens zählen heuer bei der "Ausblick 19" vom 29. bis 31. März auf dem Messegelände rund um die Niederbayernhalle auch die Bereiche Digitales und Originales, Ökologisches und Biologisches.
Die Eröffnungsrede der Messe hält am Freitagvormittag Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Ab 18 Uhr findet dann der Unternehmer-Abend im Event-Zelt statt. Moderiert von Regional-Managerin Dr. Ursula Diepolder, präsentiert die "Standort-Marketing-Initiative Passau" unter dem Motto "Außergewöhnliche Unternehmen mit außergewöhnlichen Ideen" während lockerer Gesprächsrunden ein paar "Einsteins der Region". Maßgeblich unterstützt wird die Startup-, Unternehmens- und Digitalplattform sowohl durch Handwerkskammer als auch Industrie- und Handelskammer (jeweils Niederbayern/Oberpfalz), deren Repräsentanten Hans Meyer (Netzwerk-Leiter) und Franz Knödlseder (Betriebsberater) mit Dr. Ursula Diepolder, Heidi Taubeneder (Wirtschaftsförderung/Landkreis Passau) sowie WFV-Vorsitzendem Gerhard Schuster samt dessen Stellvertreter Markus Renaltner (Blumenau) den Unternehmer-Treff in organisatorisch geregelte Bahnen lenken.
Nach dem großartigen Premierenerfolg mit der Präsentation von Kunstschaffenden und Kulturpreisträgern des Passauer Landes vor zwei Jahren im Bumsn-Messestadl rechnet Programmkoordinator Martin Eichlseder gleichermaßen am Samstag, 30. März, erneut mit einem regen Besucherzuspruch beim diesjährigen "Kunst- und Künstlertreff" (Beginn 10 Uhr) unter Federführung des Landkreis-Kulturreferenten Christian Eberle.
Generationen-übergreifenden Charakter misst der Event-Manager – noch dazu bei freiem Eintritt – dem einleitenden "Tag der Schulen und Senioren" am Freitag bei. Bereits am Donnerstag, 28. März, wird der "urbayerische Gruambua" Stefan Kröll während eines Kabarett-Abends (Beginn 19.30 Uhr) im wahrsten Sinne "die Welt humoristisch von unten" betrachten.

Quelle: PNP vom 28.02.2019 von Hans Nöbauer


Hotspots werden festgelegt

Mit der Festlegung von Hotspots im Rahmen von "BayernWLAN" befassen sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses bei ihrer Sitzung am heutigen Mittwoch. Zudem geht es um die Kosten des gemeinsamen Standes der ILE-Gemeinden bei der Messe "ausblick 19" in Ruhstorf. Dem Gremium liegt darüber hinaus ein Antrag eines Gastronomen vor, der zwei Veranstaltungen auf einem öffentlichen Parkplatz genehmigt haben will. Die Sitzung im Großen Sitzungssaal des Rathauses beginnt um 16 Uhr.

Quelle: PNP vom 27.02.2019


Ein Polit-Promi nach dem anderen

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister, eröffnet die Ruhstorfer Messe Ausblick.
Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister, eröffnet die Ruhstorfer Messe Ausblick.

Zwei bayerische Ministerinnen und zwei Bundesminister verschlägt es demnächst ins Rottal

Dreimal stehen die Termine fest, bei einem ist noch etwas Verhandlungsgeschick gefragt: Bayerns "Staatsministerin für Digitales" Judith Gerlach ist Ende Februar bei den "Ruhstorfer Bürgerbegegnungen" zu Gast, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kommt Anfang März zu den Bad Füssinger Gesprächen, Ende März eröffnet Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Messe Ausblick in Ruhstorf. Und die Verantwortlichen der neuen Zweigstelle des Landesanstalt für Landwirtschaft würden gerne Michaela Kaniber, Bayerns Landwirtschaftsministerin, zeigen, was moderne Agrarwirtschaft ist. Gewünschter Termin: im Sommer.

Judith Gerlach in RuhstorfBayerns "Staatsministerin für Digitales" Judith Gerlach erläutert am Mittwoch, 27. Februar, bei den "Ruhstorfer Bürgerbegegnungen" des CSU-Ortsverbandes im Autohaus Schuster "Möglichkeiten und Herausforderungen der elektronischen Daten-Revolution".

Jens Spahn im KurortDr. Johannes Zwick, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitswirtschaft des Wirtschaftsbeirats der Union sowie Initiator des Dialogforums "Bad Füssinger Gespräche", ist es gelungen, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für seine Veranstaltung zu gewinnen. Dieser wird nun am 8. März um 18 Uhr in Bad Füssing erwartet. Vor ihm waren bereits Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler und Daniel Bahr bei den "Bad Füssinger Gesprächen".

Scheuer eröffnet Messe"Wer hochkarätige Eröffnungsredner haben will, muss sich frühzeitig um sie bemühen", sagt Martin Eichlseder vom Wirtschaftsförderungsverein Ruhstorf, der sich um die Organisation der Messe Ausblick kümmert, die im zweijährigen Turnus stattfindet. In diesem Jahr wird sie von Bundesminister Andreas Scheuer eröffnet. Um den Kontakt zu Scheuer hat sich laut Eichlseder Landrat Franz Meyer gekümmert.

Fast schon StammgastMichaela Kaniber, Bayerns Landwirtschaftsministerin, dürfte sich im südlichen Landkreis Passau inzwischen schon halbwegs auskennen. Sie hat im vorigen April in Bad Füssing die bayerische Grillsaison eröffnet, Anfang September war sie beim Karpfhamer Fest die Hauptrednerin bei der Bauernkundgebung des Verbands für landwirtschaftliche Fachbildung. Nun sind die Verantwortlichen der neuen Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft guter Dinge, dass sie im Sommer zu ihnen nach Ruhstorf kommt. Dort entsteht gerade ein "Brainpool" für die moderne Agrarwirtschaft. Die Schlagwörter – Biodiversität, Pflanzenschutz und Erosionsschutz, die die Gesellschaft gerade sehr bewegen – werden künftig von Ruhstorf aus bearbeitet. Diese Zukunft der Agrarwirtschaft will man der bayerischen Landwirtschaftsministerin gerne zeigen.

Quelle: PNP vom 21.02.2019 von Karin Seidl

 


Messe "Ausblick 19": Das Schaufenster der Region

Intensive Vorgespräche zur Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" trafen (v.l.) WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster, Landrat Franz Meyer, Ausstellungsmanager Martin Eichlseder mit Programmkoordinatorin Andrea Schuster sowie Heidi Taubeneder
Intensive Vorgespräche zur Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" trafen (v.l.) WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster, Landrat Franz Meyer, Ausstellungsmanager Martin Eichlseder mit Programmkoordinatorin Andrea Schuster sowie Heidi Taubeneder

Frühjahrsmesse Ende März: Landkreis bleibt Kooperationspartner

Es ist ein klares Standortbekenntnis für die Rottaler Marktgemeinde: "Mit dem Landkreis Passau als wichtigstem Kooperationspartner bleibt die Ruhstorfer Frühjahrsmesse Ausblick 19 weiterhin eine breit gefächerte Leistungsschau für Handel, Handwerk und Gewerbe des Passauer Landes", bestätigte Landrat Franz Meyer während eines Vorbereitungsgesprächs im Landratsamt gegenüber Vertretern des gastgebenden Ruhstorfer Wirtschaftsförderungsvereins (WFV).

Meyer stellte WFV-Vorsitzendem Gerhard Schuster und den beiden Messemanagern Andrea Schuster und Martin Eichlseder zudem einen "stattlichen Landkreiszuschuss" in Aussicht. Diesen hatte der Kreisausschuss mit einstimmigem Votum beschlossen. Die Ruhstorfer Leistungsschau, die heuer vom 29. bis 31. März stattfindet, wird seit mittlerweile über 30 Jahren ausgerichtet.

"Ruhstorf spiegelt nicht nur durch namhafte Hightech- und Industriebetriebe, eine innovative Forschungsstätte wie dem Technologiezentrum Energie und künftig durch die Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft, sondern ganz besonders auch als Messestandort die Leistungskraft des gesamten Passauer Landes wider", betonte Meyer.

Bereits für den Ausstellungsauftakt am Freitag, 29. März, mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer als Eröffnungsredner kündigte der Landrat nach den überaus positiven Erfahrungen mit hoher Besucherresonanz einen weiteren Unternehmerabend der Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammer an. Auf Landkreisseite organisatorisch betreut durch Heidi Taubeneder, bildeten "außergewöhnliche Unternehmen mit außergewöhnlichen Ideen" einen besonders informativen Schwerpunkt für Moderatorin Dr. Ursula Diepolder, Regionalmanagerin des EU-Leader-Programms.

Mit der Präsentation von Kreativ-Schaffenden verschiedener Kunstrichtungen aus dem ganzen Passauer Land durch Kulturreferenten Christian Eberle maß Franz Meyer auch dem "Kunst- und Künstlertreff" am Samstag, 30. März, ab 10 Uhr im eigens errichteten Eventzelt "schöpferischen Unterhaltungswert" bei.

"Die einstige Ruhstorfer Herbstschau und heutige Frühjahrsausstellung steht seit ihrer Premiere vor gut drei Jahrzehnten für meisterhafte handwerkliche Tradition und technische Innovation", brachte WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster ein "bewährtes Messe-Grundkonzept auf den Punkt, auch hinsichtlich des Umweltschutzgedankens. So lege die WFV-Spitze bei der "Ausblick 19" ihren Weitblick ganz gezielt auf nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Stroh und Lehm in seinen vielfältigen Gebrauchs- und Verarbeitungsmöglichkeiten.

Als "Eröffnungsrenner" seit 1987 betrachtete Programmkoordinatorin Andrea Schuster den althergebrachten "Freitagvormittag der Ausbildung" für Oberstufenklassen von den Förder- über die Mittel- und Realschulen bis hin zu den Gymnasien. Noch vor dem Messerummel am Wochenende finde erfahrungsgemäß der Ausstellungsbummel von Senioren am Freitagnachmittag regen Anklang. Für Freunde von humorvoll-satirischer Unterhaltung kündigte Martin Eichlseder für Donnerstag, 28. März, ein Vorabendkabarett mit dem "boarischen Gruambuam" Stefan Kröll an.

Quelle: PNP vom 18.2.2019 von Hans Nöbauer


Stefan Kröll präsentiert Bayern von unten

Stefan Kröll präsentiert am 28. März in Ruhstorf sein Programm "Gruam – Bayern von unten".
Stefan Kröll präsentiert am 28. März in Ruhstorf sein Programm "Gruam – Bayern von unten".

Kabarettist tritt am 28. März am Vorabend der Messe "ausblick 19" in der Ruhstorfer Niederbayernhalle auf

Das geht ja schon gut los: Am Vorabend der Ruhstorfer Frühjahrsmesse "ausblick 19" dürfen sich die Gäste auf ein ganz besonderes Kabarett-Schmankerl freuen. Stefan Kröll präsentiert am Donnerstag, 28. März, ab 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) in der Niederbayernhalle sein Programm "Gruam – Bayern von unten!"
Denkt man an Bayern, dann gern an einen weißblauen Himmel, an grasgrüne Weiden vor Alpenpanorama oder glitzernde Seen. Der eine oder andere auch an schillernde Könige und Reichtum! Die wenigsten denken an eine "Gruam". Düster, muffig, geheimnisvoll. Man könnte auch sagen: der Mist, der durchs Gitter fällt, das was gern verdrängt oder gar totgeschwiegen wird, was nur in Sagen, Mythen oder in geheimen Verschwörungstheorien überlebt.
Dabei übt doch gerade das Abgründige so eine große Faszination aus. Auch auf Stefan Kröll, den seit ein paar Jahren so erfolgreichen oberbayerischen Kabarettisten und gleichzeitig vielleicht interessantesten Erzähler in Sachen bayerische Geschichte. Mutig hat er sich an den Rand verbotener Abgründe gestellt, einen Blick in tiefe Keller oder hinter aufpolierte Kulissen gewagt, auch mal mit dem Vergrößerungsglas in der Hand. Spannend plaudert Kröll in schönstem, den Ohren schmeichelndem Oberbairisch über Geheimnisse, Mythen und Aberglauben im Freistaat. Schnell hängt ihm das Publikum an den Lippen, um unvermutet aus der heilen Welt heraus in eine "waxe G’schicht" von anno dazumal oder in eine verruchte Anekdote katapultiert zu werden.
Aber keine Angst: Stefan Kröll bringt das Publikum immer wieder heil ins "Hier und Jetzt" zurück und schlägt dabei so ungewohnte wie spannende Brücken. So treffen Hexenverbrennungen und die Bildzeitung ebenso aufeinander wie Schillers "Räuber" und der "Boarisch Hiasl". Nie anklagend trotzig oder unter der Gürtellinie provozierend, sondern immer charmant witzig und saukomisch wirft Kröll gewohnte Denkmuster über den Haufen, öffnet die Sicht auf neue Perspektiven und lässt dabei der Faszination an Abgründen oder der Gier nach geheimem Wissen viel Raum. − red
VERLOSUNGDie PNP verlost in Zusammenarbeit mit dem Messeveranstaltern für den Kabarettabend mit Stefan Kröll am 28. März in Ruhstorf zweimal zwei Freikarten. Senden Sie bis morgen, 11 Uhr, eine SMS mit dem Text pnp ticket ausblick an die Nummer 52020 (49 Cent pro SMS; keine Vorwahl). Bitte hinter dem Lösungswort nach einem Leerzeichen Namen und Wohnort angeben. Die Gewinner-Namen werden am Donnerstag veröffentlicht.

Quelle: PNP vom 19.02.2019


Bürgermeister sind mit E-Bikes unterwegs

Freuen sich, mit voller Kraft in die Pedale zu treten: ILE-Vorsitzender Franz Schönmoser, Manfred Weber, Geschäftsleiter von Ruhstorf an der Rott, und die anderen ILE-Bürgermeister und Geschäftsleiter mit Managerin Ursula Diepolder. −Foto: Kuhnt
Freuen sich, mit voller Kraft in die Pedale zu treten: ILE-Vorsitzender Franz Schönmoser, Manfred Weber, Geschäftsleiter von Ruhstorf an der Rott, und die anderen ILE-Bürgermeister und Geschäftsleiter mit Managerin Ursula Diepolder. −Foto: Kuhnt

Die Temperaturen steigen, die ersten Vögel zwitschern – und die Bürgermeister der Integrierten Ländlichen Entwicklung an Rott & Inn (ILE) können es kaum erwarten, sich aufs Radl zu schwingen. Nicht nur, dass sie im Frühling den Gemeinde-verbindenden Saurüssel-Radweg fertigstellen werden – auch die Wirtschaftsmesse "ausblick 19" in Ruhstorf an der Rott rückt immer näher.
Gemeinsamer Auftritt bei der Messe "ausblick 19"Von 29. bis 31. März zeigen in der Niederbayernhalle rund 120 Aussteller, was im Passauer Land geleistet wird – und die ILE an Rott & Inn ist mit dabei. Zehn Kommunen haben sich in ihr zusammengeschlossen, um für gemeinsame Herausforderungen Lösungen zu entwickeln. Ihre Ziele und Startprojekte präsentieren sie an einem 150 Quadratmeter großen Bereich – und in einem "Zelt im Zelt".Die Bürgermeister sind Feuer und Flamme und haben sich bei ihrer jüngsten Versammlung in Bad Füssing die Schichten, in denen sie bei der Frühjahrsmesse mit den Besuchern ins Gespräch kommen wollen, untereinander schon aufgeteilt. Was es am ILE-Stand genau zu erleben gibt, verraten die Herren aber noch nicht. Nur so viel lassen sie durchsickern: Es gibt etwas zum Lesen und Anschauen, zum Ausprobieren, zum Entspannen, Naschen, Ratschen – und sogar etwas zum Suchen.

Quelle: PNP vom 17.2.2019


"Ausblick 19": MTU Onsite Energy der 100. Aussteller

MTU Ruhstorf nimmt teil an ausblick19
Ausblick 19" vom 29. bis 31. März auf dem Ruhstorfer Messegelände rund um die Niederbayernhalle: Bei der Leistungsschau des Passauer Landes ist das Hightech-Unternehmen MTU Onsite Energy der bislang 100. Aussteller. Während eines Betriebsrundgangs erläute

Leistungsschau des Passauer Landes bietet Wirtschaft, Industrie, Handel und Gewerbe gute Plattform – Minister Scheuer hält die Eröffnungsrede

 

Frühjahrs- statt Herbstmesse, Leistungs- statt Breitenschau: Nach ihrer bescheidenen Premiere 1987 mit knapp vier Dutzend Ständen verpasst der gastgebende Ruhstorfer Wirtschafts-Förderungsverein (WFV) der einzigen Gemeinschaftsausstellung im Passauer Land seit über drei Jahrzehnten ein zeitgemäßes Image weit über den heimischen Tellerrand hinaus. Unter dem Motto "Ausblick 19" gewährt die Veranstaltung vom 29. bis 31. März tausenden Gästen interessante Einblicke in die ganze Welt des Bauens und Wohnens.

"Sehenswertes Rahmenprogramm mit innovativer Technik-Präsentation und attraktiver Praxis-Demonstration: Die Ruhstorfer Frühjahrsmesse bietet Informatives und Kreatives, Interessantes und Amüsantes", weckte WFV-Vize Markus Renaltner zwei Monate vor Ausstellungsbeginn die Lust aufs Schauen. "Die Niederbayernhalle ist praktisch ausgebucht, Ausstellungszelt und Freigelände sind noch aufnahmefähig", brachten Diplom-Kauffrau Andrea Schuster und Diplom-Informationswirt (FH) Martin Eichlseder als eingespieltes Organisationsteam die rege Stand-Nachfrage auf den Punkt (Infos unter www.ausblick-passauer-land.de). Den Ausstellungsschwerpunkt bildeten nach Aussage der beiden Messe-Manager die Branchen (Natur-)Bautechnik, Schöner Wohnen und Leben, Dienstleistungen, Medien und Kommunikation, Handel und Handwerk, Gesundheit und Fitness sowie Finanzen und Vorsorge.

 

Besonderes Augenmerk legte der stellvertretende WFV-Vorsitzende auf ein ebenso vielseitiges wie hochwertiges Begleitprogramm – beginnend mit dem traditionellen Tag der Schulen. Selbst Schreinermeister, deklarierte Renaltner die "Ausblick 19 als hervorragende Kontaktbörse für Schnupperlehrlinge, Praktikanten und Auszubildende mit regionalen Lehrbetrieben von der Industrie bis zur Gastronomie.

"Ein technologisches Aushängeschild der heimischen Wirtschaft": Im wahrsten Sinne beifällig aufgenommen wurde vom WFV-Vorstandsgremium während eines eigens anberaumten Termins die Messe-Präsentation des multinational aufgestellten Hightech-Maschinenbaubetriebs MTU Onsite Energy Systems GmbH (Gewerbegebiet Hackerwiese) als zwischenzeitlich bereits hundertstem Aussteller. Während eines informativen Firmenrundgangs bekundete Geschäftsführer Dr. Armin Funck gegenüber den WFV-Vertretern speziell durch den direkten Kontakt mit den Ausstellungsgästen seine Hoffnung auf Ausbildungsinteressenten. Zwischenzeitlich "voll und ganz auf das Kerngeschäft fokussiert", produziere der Ruhstorfer Zweigbetrieb von MTU Onsite Energy Stromerzeugungs- und Notstrom-Aggregate höchsten technologischen Standards für den weltweiten Einsatz.

Kabarettistisch eingeläutet wird das Ruhstorfer Messe-Geschehen bereits am Donnerstag, 28. März, vom letzten echt "boarischen Gruam-Buam" Stefan Kröll (Auftritt 19.30 Uhr) im bereits ab 18 Uhr bewirtschafteten "Bumsn-Messegartl". Mit großer Spannung wird schon tags darauf um 10 Uhr die Ausstellungseröffnung mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erwartet. An einem Gemeinschaftsstand präsentieren die zehn Mitgliedsgemeinden der Ile an Rott&Inn das gemeinsame Radwegenetz.

Moderiert von Dr. Ursula Diepolder (Regional-Managerin des LEADER-Programms) kommt beim "Gemeinschaftsprojekt der Standort-Marketing-Initiative Go Passau sowie dem Ruhstorfer Wirtschafts-Förderungsverein in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Niederbayern sowie der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz" jedoch am Freitagabend auch der "persönliche Erfahrungsaustausch nicht zu kurz", versprach Markus Renaltner seinem Unternehmer-Kollegium einen unterhaltsamen Gesprächsrahmen".

Quelle: PNP vom 9.2.19 von Hans Nöbauer

 


Jetzt erst mal zur Miete Jetzt erst mal zur Miete

Endlich ein Zuhause: Die Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) arbeitet seit Januar im ehemaligen Verwaltergebäude des Schlosses Kleeberg. Christian Rank (links) und Markus Gandorfer sind mit die ersten, die dort ihre Arbeit aufgenommen
Endlich ein Zuhause: Die Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) arbeitet seit Januar im ehemaligen Verwaltergebäude des Schlosses Kleeberg. Christian Rank (links) und Markus Gandorfer sind mit die ersten, die dort ihre Arbeit aufgenommen

Landesanstalt für Landwirtschaft ist zusätzlich zum TZE in Kleeberg untergekommen – Neubau ist das Ziel

Anspruch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Auf der einen Seite ist da der politische Wille, den Ruhstorfern nach dem Siemens-Debakel mit der Ansiedelung einer Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) aus der Patsche zu helfen, um den massiven Stellenabbau wenigstens etwas abzufedern. Andererseits ist jetzt gut ein Jahr lang nach einer Immobilie gesucht worden, damit die Leute überhaupt irgendwo arbeiten können. Das ist nun endlich geglückt: 15 LfL-Mitarbeiter haben nun in Kleeberg 14, im ehemaligen Verwalterhaus des Schlosses, eine Heimstatt gefunden.

Umbau war durchaus ein "Kraftakt"Den Schlossherrn freut’s. Warum, das erklärt Dr. Karl-Benedikt von Moreau gern. "Ich bin stolz, dass ich der LfL helfen kann und dort in dem Haus nun zukunftsweisende Forschung betrieben wird. Forschung, hinter der ich voll und ganz stehe. Dass ich da nun meinen Teil dazu beitragen kann, ist schön." Im Oktober sind sich Vermieter und Mieter einig geworden. Von Moreau spricht von einem "Kraftakt". Schließlich hat er das ehemalige Verwalterhaus für die LfL erst umbauen müssen, und das ziemlich rasch. "Beim Nebengebäude steht die Ertüchtigung noch aus."

Auch die Mannschaft der Zweigstelle freut sich, dass sie endlich loslegen kann. Das liegt auch daran, dass die Mitarbeiter sich in Ruhstorf gut aufgenommen fühlen, was sich motivierend auf ihre Arbeit auswirke, deutet Jakob Opperer, Präsident der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising bei der Marktratssitzung am Montagabend in Ruhstorf an: "Das Entgegenkommen, das sie seitens der Bürger und Landwirte spüren, lässt sie die tollsten Ideen generieren", meint Opperer. Die Behördenverlagerung von Freising nach Ruhstorf hat anfangs nicht gerade für Beifallsstürme gesorgt. Es habe etwas gedauert, bis sich der Schalter umgelegt habe. Inzwischen sehen die Mitarbeiter, dass sie hier in Ruhstorf – weil alle wichtigen Stellen dazu zusammengefasst sind – die Möglichkeit haben, eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft zu entwickeln. "Die Idee, dass die Arbeitskräfte aus der Region kommen, geht auch auf", berichtet Präsident Opperer. Bis Ende 2019 soll die LfL-Zweigstelle 30 bis 40 Mitarbeiter zählen. "Die volle Zahl von 200 Personen werden wir 2026/27 erreicht haben", sagt Opperer, "das geht aber nicht ohne Baumaßnahme". Der Präsident hat eine Bitte an das Gemeindeparlament: "Stetes Nachbohren bei der Landespolitik kann nicht schaden, damit der Schwung nicht verloren geht."

"Die Ideen zünden jetzt in Ruhstorf"So ähnlich formuliert es auch Robert Brandhuber von der LfL, er ist seit Anfang an in Ruhstorf mit dabei. "Der Zug ist jetzt aufs Gleis gebracht, aber er braucht auch regelmäßig Treibstoff," sagt der Leiter der LfL-Zweigstelle Ruhstorf und Experte für Bodenphysik und Bodenmonitoring. Heuer will die LfL auf jeden Fall im März bei der Messe Ausblick dabei sein, es sollen digitale Werkstattgespräche stattfinden und eine Reihe von Feldversuchen öffentlich gemacht werden. "Außerdem arbeiten wir daran, dass uns im Sommer Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber einen Besuch abstattet", verrät Brandhuber.

Vier zukunftsweisende "Felder" will die LfL in Ruhstorf beackern: Smart Farming (Sensortechniken sollen beispielsweise helfen, nur so viel zu düngen, wie die Pflanze überhaupt aufnehmen kann, um das Grundwasser zu schützen), Mais- und Körnerleguminosen (dieser Bereich soll von Freising ganz nach Ruhstorf verlagert werden), die IT-Anwendungsentwicklung (Schwerpunkt auf Agrarrobotik), und das Agrarmeteorologische Messnetz. Brandhuber: "Die großen Schlagwörter Biodiversität, Pflan- zenschutz und Erosionsschutz, die die Gesellschaft gerade sehr bewegen, gehören alle zusammen und werden künftig hier von Ruhstorf aus bearbeitet."

Daher klingt es auch kein bisschen großspurig, wenn Präsident Opperer am Ende sagt: "Ruhstorf wird einen Namen bekommen." Das, was in Ruhstorf geforscht wird, wird in die Welt hinausgetragen. Gestern Nachmittag war zwar nicht die Welt zu Gast in Ruhstorf, aber Vertreter aus ganz Deutschland sind dorthin gereist – zum Treffen der Koordinationsgruppen Pflanzenbau der Landwirtschaftskammern und Landesanstalten der Bundesländer. Freilich gab es auch leises Gemaule, dass Freising für alle leichter zu erreichen gewesen wäre. Aber das lässt Opperer kalt. "Die Ideen zünden jetzt in Ruhstorf. Und das wollen wir auch zeigen."

Quelle: PNP vom 6.2.2019 von Karin Seidl; Foto: Jörg Schlegel


"Den Zusammenhalt in der Region stärken"

Aus dem Vorstand der "Regionalinitiative Passauer Land e.V." schied Fürstenzells 2. Bürgermeisterin Ursula Berchtold (3.v.r.) aus. Die 1. Vorsitzende Anni Regner (4.v.l.) und Geschäftsführerin Dr. Ursula Diepolder (r.) bedankten sich bei Ursula Berchtold
Aus dem Vorstand der "Regionalinitiative Passauer Land e.V." schied Fürstenzells 2. Bürgermeisterin Ursula Berchtold (3.v.r.) aus. Die 1. Vorsitzende Anni Regner (4.v.l.) und Geschäftsführerin Dr. Ursula Diepolder (r.) bedankten sich bei Ursula Berchtold

Regionalinitiative Passauer Land e.V. blickt auf umgesetzte Projekte zurück – "Europa leuchtet" soll auf laufende Leader-Projekte hinweisen

Der Verein "Regionalinitiative Passauer Land e.V." unterstützt Maßnahmen, die einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung im Landkreis dienen. Das Leader-Programm ist ein fester Bestandteil der EU-Politik zur Stärkung dieses Raumes. Durch das europaweite Netzwerk beteiligt sich der Landkreis seit 2015 an der nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume.
"Der großartige Besuch unserer Jahreshauptversammlung ist eine große Wertschätzung unserer Arbeit", sagte die 1. Vorsitzende der Regionalinitiative Passauer Land e.V., Anni Regner, bei ihrer Begrüßung im Technologiezentrum in Ruhstorf. Die Regionalinitiative ist seit 2015 ein starker Verbund von 38 Kommunen mit Frauenpower an der Spitze, stellte Landrat Franz Meyer fest. Das Leader-Programm soll vor allem in wirtschaftlich schwächeren Räumen Chancengleichheit herstellen, merkte er an. Auch für 2019 seien zahlreiche Projekte geplant, die den "Zusammenhalt unserer Region noch mehr stärken".

Fünf neue Projektideenin verschiedener "Reife"Bei einem Blick auf die Liste der bereits umgesetzten Projekte werde deutlich – diese Gelder sind gut investiert, bilanzierte Meyer. "Sie arbeiten für die Zukunft unserer Region. Europäische Chancen nutzen zum Wohl unserer Heimat, diesem Auftrag fühlen wir uns auch weiterhin verpflichtet", so der Landrat.
Auf den Umsetzungsstand Leader 2014 bis 2020 ging der Leader-Koordinator für Niederbayern, Dr. Eberhard Pex, ein. In Niederbayern waren es 165 Projekte (Investitionsvolumen 22 Millionen Euro), für die man rund 11,5 Millionen Euro Förderung bekam. Dr. Pex war davon angetan, dass in der LAG Passauer Land so ein guter Schwung drin ist. "Das ist nicht in allen Landkreisen so", meinte er.
In ihrem Rechenschaftsbericht informierte Anni Regner darüber, dass 2018 vier LAG-Vorstandssitzungen abgehalten wurden und neun Projektantragstellungen erfolgten. Auf die 16 Projekte, die derzeit umgesetzt werden, ging sie näher ein. So "Hutthurm blüht auf" (Spatenstich war am 15. Juni 2018); der "Bienenerlebnisweg" in Hofkirchen; das "Integrative Stadion" in Hauzenberg; der "Dorfstadl Eglsee" und "Kinder und Jugend in Bewegung" in Tiefenbach/Kirchberg. Sie berichtete von dem Kooperationsprojekt "Bewegtes Niederbayern". Insgesamt würden fünf Bewegungsparcours im Landkreis gefördert – drei davon (Pocking, Ruderting, Aldersbach) seien bereits eingeweiht. Weiter sprach Regner das Projekt "Bürgerengagement" an, zu dem die LAG kleine Geldbeträge (bis maximal 2400 Euro) für deren Umsetzung geben kann. So hat beispielsweise die Feuerwehr Klessing dafür gesorgt, dass ein altes Kruzifix einer Kirche, das entsorgt hätte werden sollen, saniert und aufgewertet einen neuen Platz an einem Aussichtspunkt bekam.
Die Kassenführung des Vereins liegt in den Händen von Josef Kaiser. Die Kassenprüfer Andreas Sperling und Karl Obermeier bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Über viele Jahre gehörte Ursula Berchtold der Vorstandschaft an. Da sie 2. Bürgermeisterin in Fürstenzell wurde, musste sie ihr Amt bei der LAG abgeben. Vorsitzende Anni Regner und Geschäftsführerin Dr. Ursula Diepolder bedauerten deren Ausscheiden. Kommissarisch als neues Vorstandschaftsmitglied wurde Andreas Sperling benannt, die Wahl des Vorstandes erfolgt erst bei der Mitgliederversammlung 2020.
Zwölf Sprechtage im Landratsamt Passau wurden, wie Geschäftsführerin Dr. Ursula Diepolder mitteilte, abgehalten – weitaus mehr Beratungstermine aber vor Ort bei den Projektträgern. Acht Anträge dazu galt es zu bearbeiten. Weiter berichtete sie von fünf Projektideen mit unterschiedlichen "Reifegraden". Bei den 2018 gestellten Anträge sprach sie das Bürgerengagement "Heimat miteinander leben"; das Bürgerengagement "Unsere Wurzeln"; das Bürgerengagement "3D-Doku des historischen Groll-Sommerkellers in Vilshofen"; die "Mobile Bühne Ilzer Land"; die Offensive um den Aufbau einer Erlebnisinfrastruktur im Rahmen der MTB-Runde Trans Bayerwald"; "Wandern zwischen Rott und Inn"; die Einrichtung des Brauereimuseums Aldersbach und das Kultur- und Begegnungshaus Malching an. Bislang konnte das Leader-Management zu den bereits zugesagten Geldern in Höhe von 1858000 Euro noch weitere 873263 Euro generieren, freute sich Dr. Diepolder. Im gesamten Landkreis sind Leader-Projekte gut verteilt – dies zeigte eine Übersichtskarte mit vielen Punkten, die für Bürgerengagement, Einzel-, Kooperationsprojekte und Projekte in Entwicklung stehen. Dr. Ursula Diepolder sprach Projekte an, die in der Entwicklung sind – die ILE-Abteiland mit "Von Fluss zu Fluss", das Multifunktionshaus in Breitenberg, die Aufwertung des Areals um den Franklbachweiher in Salzweg, die Neukonzeption des Leonhardi-Museums in Aigen, die mobile Bühnenüberdachung in Obernzell und die Aufwertung des ehemaligen Badeweiher-Areals in Neukirchen vorm Wald.
Weiter sei eine "mobile Werkbox" für Grundschulen, die Beteiligung an der Messe "Ausblick 2019" in Ruhstorf und eine Exkursion in die LAG Donau-Böhmerwald geplant. Das Netzwerk Ernährung soll weiter in Szene gesetzt werden, meinte Dr. Diepolder. Die Bilderausstellung "Impulse für Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen" samt einer Architektenbroschüre Holzbau bei der Messe "Ausblick 2019" soll die Vermarktung land- und forstwirtschaftlicher Produkte fördern.
"Viele EU-Gelder fließen in die Region"Um für Europa zu werben, will die LAG mit "Europa leuchtet" eben auch Lichtpunkte setzen, so die LAG-Geschäftsführerin. Ein Leuchtbanner mit der Europafahne soll an den geförderten Projekten die EU-Hilfe sichtbar machen. Europa ist wichtig für unsere Zukunft, betonte auch Landrat Franz Meyer. Mit dieser Initiative soll den Menschen bewusst gemacht werden, dass viele EU-Gelder in unsere Region fließen.
Auf das durch Leader-Mittel geförderte Projekt "Dorfstadl Eglsee" ging Ruhstorfs 1. Bürgermeister Andreas Jakob ein. Er kam dabei auf die Herausforderung zu sprechen, bei dem überhitzten Baumarkt Handwerksfirmen unter Vertrag nehmen zu können, die sich auf Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen und ökologischen Baustoffen verstünden.

Quelle: PNP vom 31.01.2019 von Markus Lindmeier


"Kultur und Tourismus als Einheit sehen"

Den neuen Flyer zu den Kultur- und Ausflugsfahrten 2019 präsentierte die stellvertretende vhs-Geschäftsleiterin Edith Ecker (2.v.l.) am Rande der Verbandsversammlung des Zweckverbands Tourist-Information Passauer Land in Vilshofen dessen Geschäftsleiterin
Den neuen Flyer zu den Kultur- und Ausflugsfahrten 2019 präsentierte die stellvertretende vhs-Geschäftsleiterin Edith Ecker (2.v.l.) am Rande der Verbandsversammlung des Zweckverbands Tourist-Information Passauer Land in Vilshofen dessen Geschäftsleiterin

Landrat sieht gemeinsames Ausflugsangebot mit der Volkshochschule als Mehrwert für Gäste und Einheimische

Nur wer seine Heimat kennt und Begeisterung für die vielen Sehenswürdigkeiten vor der Haustür entwickelt, kann diese Faszination an Urlaubsgäste und Neubürger weitergeben. Auf diesem Grundgedanken fußt die Kooperation zwischen den beiden Zweckverbänden Tourist-Information Passauer Land sowie Volkshochschule (vhs) für Stadt und Landkreis Passau bei den Kultur- und Ausflugsfahrten. "Wir müssen Kultur und Tourismus als große Einheit sehen", bekundete Landrat Franz Meyer kürzlich bei der Tourismus-Verbandsversammlung in Vilshofen.
Neues Gastgeberverzeichnis nur noch alle zwei Jahre Im Sitzungssaal des Rathauses machte die stellvertretende vhs-Geschäftsleiterin Edith Ecker zunächst auf das seit 2010 laufende Projekt der niederbayerischen Volkshochschulen zur Stärkung des ländlichen Raums aufmerksam. Seit 2013 gibt es das Thema "Unbekanntes Niederbayern", um die Leute aus der Region für deren Kulturschätze und altes Handwerk zu interessieren – mit dem Ziel, dieses Wissen weiterzugeben. "Die Angebote sind auch abstimmt auf Touristen und Kurgäste", fügte sie hinzu.
Wie Edith Ecker besonders unterstrich, handelt es sich um keine Kaffeefahrten. Im Gegenteil: Das Programm der "Kultur- und Ausflugsfahrten 2019" – so der Titel des neuen bunten Faltblatts dazu – sei insofern attraktiv, weil Orte angesteuert würden, "wo man normalerweise nicht hinkommt", erklärte die Referentin, die als Motto der ausnahmslos begleiteten Touren fixierte, "mal hinter die Kulissen, hinter die Empore, blicken." (siehe Kasten)
Nicht zuletzt komme auch die Geselligkeit nicht zu kurz, betonte Edith Ecker, die sich für die gute Zusammenarbeit mit den Tourismus-Verantwortlichen des Landkreises bedankte. Die Aktivitäten würden sehr gut angenommen, merkte die Leiterin der Programmbereiche Gesundheit und Kultur bei der vhs Passau ergänzend an. Von entsprechend positiven Rückmeldungen sprach auch Franz Meyer. "Das bringt einen Mehrwert", zeigte sich der Landrat überzeugt, der Vorteile ebenso auf dem Gebiet des Netzwerkens – auch für Neuankömmlinge in der Region – erkannte.
In seiner Vorausschau auf das kommende Jahr verwies Landkreis-Kulturreferent Christian Eberle auf viele weitere Veranstaltungen – unter anderem den gemeinsamen Volksmusiktag mit dem Nachbar-Landkreis Freyung-Grafenau und die Fortsetzung der erfolgreichen Reihe "Neuburglesen" mit Autorenlesungen zu Musikbegleitung. Dazu liegt bereits die Zusage der aus Bad Griesbach stammenden Schauspielerin und Autorin Bettina Mittendorfer, Heimatbotschafterin 2018 des Landkreises Passau, für einen Auftritt vor.
"Einfach mal vorbeikommen", legte Eberle den Zuhörern mit Blick auf die Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg nahe, zumal der Besuch keinen Eintritt koste. Künstler kennenlernen, so präzisierte der Kulturreferent seinen Appell und untermauerte ihn mit dem Hinweis, dass viele heimische Kunstschaffende regelmäßig in großen überregionalen Galerien vertreten sind. Ein weiteres Zuckerl, das Eberle schmackhaft zu machen versuchte, sind die Kulturwanderungen mit dem Landrat. "Wer nicht mitmacht und mittut, versäumt auch viel."
Die Präsenz des Tourismus-Zweckverbandes auf der Messe "Ausblick 2019" in Ruhstorf an der Rott regte der dortige Bürgermeister Andreas Jakob an. Dessen Tittlinger Amtskollege Helmut Willmerdinger machte sich für eine effektivere Termin-Bekanntgabe der Angebote stark – darunter die Aktionen innerhalb der Arbeitsgemeinschaft "Ilztal und Dreiburgenland im Bayerischen Wald" wie zum Beispiel "Genuss am Fluss", aber auch sogenannte Krimi-Wanderungen. Der Landrat griff diese Empfehlung zusätzlich für die inzwischen fünf im Landkreis tätigen Kommunalzusammenschlüsse zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) auf. Es brauche eine noch engere Verzahnung mit "Terminplanung aus einem Genuss", so Meyer.
Zustimmend zur Kenntnis nahmen die Verbandsräte die bereits im Verbandsausschuss diskutierte Absicht der Verbandsgeschäftsleiterin Maria Denkmayr, das Gastgeberverzeichnis für das Passauer Land ab 2020 nur noch im Zweijahres-Turnus und "mit einem anderen Aufbau" herauszugeben. "Unterm Strich sind es 2600 Euro Ersparnis pro Jahr", rechnete sie vor. Um den Tourismus im Landkreis neu aufzustellen und gegen Kirchturmdenken anzukämpfen, will Franz Meyer im Frühjahr des kommenden Jahres einen Workshop mit allen Touristikern aus den Gemeinden ausrichten. Der Aufruf des Landrates: "Neu denken und bewusst auch mal querdenken, wie manches zu verbessern ist."
Zweckverband ist schuldenfreiDas einmütig beschlossene Budget des Zweckverbands Tourist-Information umfasst für 2019 jeweils 121000 Euro in Erträgen und Aufwendungen. Wichtigste Ausgaben sind wie in den Vorjahren die Bereiche Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kataloge und Druckerzeugnisse. Im kommenden Jahr werden nur die Messen in Stuttgart und München mit einem eigenen Counter belegt, wie Geschäftsleiterin Denkmayr ausführte. Magazine und Prospekte würden auf den übrigen Messen durch den Tourismusverband Ostbayern verteilt. Investitionen sind 2019 nicht vorgesehen. Der Zweckverband ist schuldenfrei und verfügt über liquide Mittel in Höhe von 67785 Euro. Die Verbandsumlage von insgesamt 106100 Euro teilen sich die 36 Mitgliedsgemeinden – bemessen nach den Übernachtungszahlen – sowie der Landkreis Passau je zur Hälfte mit 53050 Euro.

Quelle: PNP vom 21.12.2018 von Bernhard Brunner


Frühjahrsmesse "Ausblick 19" – Landkreis bleibt Kooperationspartner

Bei der nächsten Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" behalten vom 29. bis 31. März (oben v.r.) die beiden WFV-Vorsitzenden Gerhard Schuster und Markus Renaltner sowie Beirat Günther Wagner zusammen mit (vorne v.l.) Ausstellungsmanager Martin Eichlsede
Bei der nächsten Ruhstorfer Frühjahrsmesse "Ausblick 19" behalten vom 29. bis 31. März (oben v.r.) die beiden WFV-Vorsitzenden Gerhard Schuster und Markus Renaltner sowie Beirat Günther Wagner zusammen mit (vorne v.l.) Ausstellungsmanager Martin Eichlsede

 

Ruhstorfer Ausstellung vom 29. bis 31. März – Arbeitstitel "Regional und Digital"

 

Klares Bekenntnis für die Rottaler Marktgemeinde: "Mit dem Landkreis als Kooperationspartner bleibt die Ruhstorfer Frühjahrsmesse Ausblick 19 weiterhin eine breit gefächerte Leistungsschau für Handel, Handwerk und Gewerbe des Passauer Landes", verkündete Landrat Franz Meyer gegenüber Vorstandsmitgliedern des gastgebenden Ruhstorfer Wirtschaftsförderungsvereins (WFV) einen Schulterschluss für die Verbraucherausstellung rund um die Niederbayernhalle.

"Vorbehaltlich eines notwendigen Kreisausschuss-Votums", stellte der Landrat der Ruhstorfer Leistungsschau vom 29. bis 31. März gegenüber WFV-Vorsitzendem Gerhard Schuster sowie Messemanager Martin Eichlseder einen stattlichen Landkreiszuschuss in Aussicht. Denn: "Ruhstorf spiegelt nicht nur durch namhafte Hightech- und Industriebetriebe plus innovativer Forschungsstätten , sondern auch als langjährig bewährter Messestandort die Leistungskraft des Passauer Landes wider", begründete Franz Meyer den unverändert beibehaltenen "Leistungsschau-Status" auch für kommendes Frühjahr.

Bereits für den Ausstellungsauftakt am Freitag, 29. März, kündigte der Landrat einen weiteren Unternehmer-Tag unter Federführung der "Wirtschaftsinitiative Go Passau von Stadt und Landkreis" in WFV-Kooperation mit den Kammern und Wirtschaftsjunioren an. Auf Landkreisseite organisatorisch betreut durch Heidi Taubeneder, bildeten "außergewöhnliche Unternehmen mit außergewöhnlichen Ideen" einen thematischen Schwerpunkt für Moderatorin Dr. Ursula Diepolder, Regional-Managerin des LEADER-Programms.

Unter der Regie von Kulturreferent Christian Eberle werden darüber hinaus Kreativ-Schaffende verschiedenster Kunstrichtungen aus dem ganzen Passauer Land beim "Kunst- und Künstlertreff" am Samstag, 30. März, ab 10 Uhr ihre Werke zeigen.

"Die einstige Ruhstorfer Herbstschau und heutige Frühjahrsausstellung steht seit ihrer Premiere vor gut drei Jahrzehnten für meisterhafte handwerkliche Tradition plus fortwährende technische Innovation", brachte WFV-Vorsitzender Gerhard Schuster ein "bewährtes Messe-Grundkonzept" auf den Punkt. Dabei komme auch der Umweltschutzgedanke nicht zu kurz. So lege die WFV-Spitze bei der "Ausblick 19" ihren Weitblick ganz gezielt auf nachwachsende Rohstoffe.

Als Eröffnungs-Renner seit 1987 betrachtete Programmkoordinatorin Andrea Schuster den althergebrachten "Freitagvormittag der Ausbildung" für sämtliche Oberstufenklassen von den Förder- über die Mittel- und Realschulen bis hin zu den Gymnasien. Noch vor dem Messerummel am Wochenende finde erfahrungsgemäß auch der Ausstellungsbummel von Senioren am Freitagnachmittag regen Anklang. Für den "großen Freundeskreis humorvoll-satirischer Unterhaltung" kündigte Martin Eichlseder schließlich bereits am Donnerstag, 28. März, ein Kabarett mit dem "boarischen Gruambuam" Stefan Kröll an.

Quelle: PNP vom 17.11.2018 von Hans Nöbauer

 


Aus der Weltklasse gefallen – und wieder aufgestanden

In ihrem WFV-Vortrag zum Thema "Aufstehen oder Liegenbleiben" erzählte die ehemalige Skirennläuferin Michaela Gerg (vorne M.) zahlreichen Zuhörern im proppenvollen Präsentationsraum des Autohauses Schuster.
In ihrem WFV-Vortrag zum Thema "Aufstehen oder Liegenbleiben" erzählte die ehemalige Skirennläuferin Michaela Gerg (vorne M.) zahlreichen Zuhörern im proppenvollen Präsentationsraum des Autohauses Schuster.

Skiweltcup-Siegerin Michaela Gerg skizziert beim Wirtschaftsförderungsverein ihr bewegtes Rennsport-Leben – Heute ist sie selbst Unternehmerin

"Vier Olympia-Teilnahmen und insgesamt 41 Stockerlplätze bei hunderten Weltcup- und Weltmeisterschaftsrennen: Michaela Gerg zählt zu den erfolgreichsten deutschen Skirennläuferinnen aller Zeiten", präsentierte Kfz-Großhändler Gerhard Schuster als Vorsitzender des gastgebenden Ruhstorfer Wirtschaftsförderungsvereins (WFV) nahezu 200 Zuhörern im eigenen Ausstellungsraum eine "Spitzenathletin, die auch herbe Niederlagen und persönliche Schicksalsschläge gemeistert" habe.
Bereits mit 15 Jahrenim Nationalteam"Unglaublich aufregend, spannend und turbulent: Vom Start weg auf einem Paar Ski Richtung Ziel hinabgestürzt, durch den rot-blauen Fahnenwald geschossen und rund 200 Top-Zehn-Platzierungen erreicht, mitunter aber auch nach katastrophalen Fangzaun- und harten Pistenlandungen nicht mehr ganz heil unten angekommen." So bündelte Michaela Gerg ihr bewegtes Sportlerleben. Dabei habe sie aber auch wertvolle Erfahrungen hinsichtlich Fairness, Toleranz und Konkurrenz gesammelt, die ihr bei der heutigen Unternehmensführung als Skischulleiterin mit 60 Lehrkräften zu Gute kämen.
An Opas Lenggrieser Skilift bereits mit fünf Jahren auf zwei Brettln unterwegs, beschloss die Drittklässlerin Michaela sehr zum Gelächter ihrer Mitschüler, "eines Tages an Olympischen Winterspielen teilzunehmen". Und ihr fester Wille wurde Programm. Schon als elfjährige bayerische Schülermeisterin, zählte der spätere Teenager bereits mit 15 Jahren als jüngste Läuferin überhaupt zum deutschen Damenski-Nationalteam. Bei ihrer Abfahrtslauf-Premiere in Val d’Isere kam sie mit der letzten Startnummer 60 immerhin schon auf den 20. Platz.
Mut, Kraft und Entschlossenheit betrachtete die vierfache Weltcupsiegerin auf dem WFV-Podium zugleich auch als tragende Unternehmertugenden. "Mit sturem Kopf geht in Wirtschaft wie Sport gar nichts: Für konkret anvisierte Ziele muss die Motivation von innen heraus kommen", stellte die ehemalige Rennläuferin ihren Abfahrtssieg in Val d’Isere den "verkorksten Calgary-Starts mit verkrampftem Magengefühl gegenüber, wo letztlich zwei hundertstel Sekunden für eine sehnlichst erhoffte Riesenslalom-Olympiamedaille gefehlt" hätten.
"Dann die Kehrseite des Weltcupruhms: Absturz in die zweitklassige Europaliga, schwere Kniekapselverletzungen mit harter Knochenarbeit bis zum Aufstehen nach dem Hinfallen: Große Sport- wie Wirtschaftserfolge basieren auf dem Weg der kleinen Schritte", zog Michaela Gerg Bilanz. Für die Gäste gab es obendrein ein Funktionstraining in einmütiger Abfahrtshocke.
"WM-Bronzemedaillerentiert sich kaum""Eine WM-Bronzemedaille rechnet sich finanziell kaum. Der Skileistungszirkus honoriert in aller Regel nur die Spitzenplätze", beleuchtete Weltcupsiegerin Gerg die "Frage ihres Auskommens mit dem Einkommen, das größtenteils aus Sponsorenverträgen resultiert" hätte. Unter diesem sportlich-finanziellen Aspekt ließ Michael Gerg nach der Geburt ihres heute 21-jährigen Sohnes den "diagnostizierten Schilddrüsenkrebs mit schwierigem medizinischen Eingriff und glücklichem Heilungsverlauf als größtem persönlichen Rückschlag Revue" passieren.
Mittlerweile diplomierte "Feng-Shui-Beraterin", seit zehn Jahren Skischulbetreiberin und neuerdings auch "Vortragsreisende über die Licht- und Schattenseiten des Leistungssports", machte Michaela Gerg zuletzt auch dem "WFV-Auditorium Mut, richtig definierte Ziele zu realisieren, Stärken zu optimieren, um trotz Rückschlägen wieder aufzustehen statt liegenzubleiben".
Auf eine PNP-Nachfrage hinsichtlich der Relevanz von eingeblendeten Zwischenzeiten am Bildschirm für den jeweiligen Rennläufer auf der Strecke meinte Michaela Gerg nur nüchtern: "Da weißt du auf der Piste gar nichts, außer dass kleinere Fehler meist auf hohem Tempo basieren. Und wenn im Ziel die Eins aufleuchtet, reißt du d’Arm in d’Höh und schreist Juhu über den Weltcupsieg – außer eine hinter dir fährt noch a bisserl schneller".

Quelle: PNP.de vom 17.10.2018 von Hans Nöbauer; Fotos: Hans Nöbauer